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Ärzte ohne Grenzen: Aktuelle Pressemitteilungen
Pressemitteilungen der deutschen Sektion von Médecins Sans Frontières

Ärzte ohne Grenzen
  • Myanmar: Ärzte ohne Grenzen ruft zum Handeln auf - 85.000 Menschen brauchen dringend lebenswichtige antiretrovirale Medikamente
    Bangkok/Berlin, 22. Februar 2012. Ärzte ohne Grenzen weist in dem heute veröffentlichten Bericht "Lives in the Balance" auf den dringenden Bedarf an HIV- und Tuberkulose-Medikamenten in Myanmar hin. Dem Bericht zufolge haben in Myanmar derzeit 85.000 HIV-Infizierte, die dringend lebensverlängernde antiretrovirale Medikamente benötigen, dazu keinen Zugang. Von den geschätzten 9.300 neuinfizierten Tuberkulosepatienten jährlich haben bisher etwas mehr als 300 Menschen eine Therapie gegen multiresistente Tuberkulose (TB) erhalten. Ärzte ohne Grenzen ist der größte Anbieter von HIV/Aids-Therapien in Myanmar.

  • Ärzte ohne Grenzen: EU-Indien-Freihandelsabkommen gefährdet die Versorgung von Patienten mit lebensnotwendigen Medikamenten
    Neu Delhi/Berlin, 10. Februar 2012. Mehrere hundert Personen, die mit HIV/Aids leben, haben zu Beginn des EU-Indien-Gipfels in Neu-Delhi gegen Bestimmungen des geplanten Freihandelsabkommens demonstriert. Auch Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen beteiligten sich an dem Protest, um vor den ernsten Folgen des Abkommens für den Zugang zu bezahlbaren Medikamenten in ärmeren Ländern zu warnen. Der internationale Präsident von Ärzte ohne Grenzen Unni Karunakara forderte in einem offenen Brief den indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh auf, Vorschläge der EU nicht zu akzeptieren, die die Produktion von Nachahmermedikamenten in Indien behindern würden.

  • Syrien: Regierung missbraucht medizinische Einrichtungen als Mittel zur Verfolgung Oppositioneller
    Paris/Berlin, 8. Februar 2012. Das syrische Regime geht gezielt gegen verwundete Demonstranten und gegen Mediziner vor, die die Opfer der Gewalt im Land behandeln. Das geht aus Berichten hervor, die Ärzte ohne Grenzen gesammelt hat. Die Hilfsorganisation hat Aussagen von Ärzten in Syrien sowie von Verwundeten, die außerhalb Syriens medizinisch versorgt werden, in einem Bericht zusammengetragen, der in Paris vorgestellt wurde. Die Zeugnisse stammen von mehreren Personen aus verschiedenen Regionen Syriens und lassen auf gezielte Übergriffe auf die medizinische Versorgung Verwundeter schließen. Ärzte ohne Grenzen kann derzeit nicht in Syrien selbst arbeiten, behandelt aber Flüchtlinge außerhalb des Landes und steht mit Ärzten in Syrien in Kontakt.

  • Libyen: Häftlinge werden gefoltert und erhalten keine medizinische Hilfe - Ärzte ohne Grenzen beendet die Arbeit in Internierungszentren in Misrata
    Tripolis/Berlin, 26. Januar 2012. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen beendet die Arbeit in den Internierungszentren der libyschen Stadt Misrata. Mitarbeiter haben festgestellt, dass Gefangene gefoltert werden und ihnen medizinische Hilfe vorenthalten wird.

  • Südsudan: Ärzte ohne Grenzen behandelt nach brutaler Gewalt Dutzende Schwerverletzte - ein Mitarbeiter der Organisation getötet
    Juba/Berlin, 24. Januar 2012. Im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei leiden Zivilisten weiterhin unter Kämpfen zwischen verschiedenen Volksgruppen. Auch drei Wochen nach dem gewaltsamen Angriff auf die Stadt Pibor und die umliegenden Dörfer kommen Verwundete im Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Pibor an. Tausende verstecken sich noch immer aus Angst im Busch. Die medizinischen Teams der Organisation behandeln schwere Wundinfektionen, von denen einige bereits mehrere Wochen alt sind.

  • Ärzte ohne Grenzen schließt nach Attentat zwei medizinische Einrichtungen in Mogadischu – Hilfe in Somalia wird aber fortgeführt
    Mogadischu/Berlin, 19. Januar 2012. Nach der Ermordung zweier Mitarbeiter Ende Dezember 2011 in Mogadischu sieht sich die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen gezwungen, alle Aktivitäten im Bezirk Hodan in der somalischen Hauptstadt zu beenden. Unter anderem werden zwei Einrichtungen mit je 120 Betten zur Behandlung von mangelernährten Kindern sowie von Masern- und Cholerapatienten geschlossen. Die Mitarbeiter Philippe Havet und Dr. Karel Keiluhu waren am 29. Dezember 2011 in Mogadischu erschossen worden.

  • Neue Gewalt im Südsudan: Ärzte ohne Grenzen behandelt Verletzte - darunter viele Frauen und Kinder
    Juba/Berlin, 13. Januar 2012. Nach einem neuen gewaltsamen Übergriff im Bezirk Uror im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei am Mittwoch dieser Woche behandelt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen 13 Schwerverletzte. Die Mitarbeiter haben die Patienten aus der Klinik der Organisation in Yuai in das Krankenhaus in Nasir im Bundesstaat Upper Nile ausgeflogen und operiert. Fünf Frauen und zwei Männer haben Schusswunden. Die anderen sechs Patienten sind Kinder unter fünf Jahren mit Verletzungen durch Schläge sowie Schusswunden.

  • Südsudan: Ärzte ohne Grenzen nimmt medizinische Nothilfe in Pibor nach schwerer Gewalt zwischen ethnischen Gruppen wieder auf
    Juba/Berlin, 11. Januar 2012. Zwölf Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen sind nach dem schweren Gewaltausbruch zwischen verschiedenen Volksgruppen in die Stadt Pibor im Bundesstaat Jonglei zurückgekehrt und leisten medizinische Nothilfe. Zwei Kliniken der Organisation in Pibor und dem Dorf Lekongole waren geplündert worden.

  • Südsudan: Tausende fliehen vor Gewalt – Kliniken von Ärzte ohne Grenzen geplündert
    Juba/Berlin, 3. Januar 2012. Im Bundesstaat Jonglei im Südsudan sind tausende Familien vor einem Gewaltausbruch zwischen ethnischen Gruppen in den Busch geflohen. Zwei Kliniken von Ärzte ohne Grenzen in der Region wurden geplündert und beschädigt. Die Organisation musste deshalb ihre lebensrettende medizinische Hilfe im Gebiet um die Stadt Pibor aussetzen.

 

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