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Geschrieben von: nhd
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Freitag, 23. Mai 2008 um 17:37 |
Freiburg (Caritas). Ein Caritas-Hilfsflug mit 1900 Zelten und einem Gewicht von 140 Tonnen wird am Wochenende direkt in Chengdu im chinesischen Erdbebengebiet landen. Die Zelte werden vor Ort über den chinesischen Partner von Caritas international „Jinde Charities“ verteilt, unterstützt werden die Helfer dabei von Wolfgang Gerstner, dem Nothilfe-Experten von Caritas international. Das Auswärtige Amt unterstützt den rund 500.000 Euro teuren Hilfsflug.
„Selbst wenn ihr Haus noch bewohnbar ist, leben die Menschen aus Angst vor den Nachbeben alle auf der Strasse und versuchen sich mit Planen gegen Regen zu schützen, “ berichtet Gerstner. Zusammen mit „Jinde Charities“ hat er sich auf einer dreistündigen Fahrt in die vom Beben schwer betroffene Bergregion in der Stadt Hongbai ein Bild von der Zerstörung und dem dringendsten Bedarf gemacht. „Die einmal 10.000 Einwohner zählende Stadt Hongbai gibt es nicht mehr. Der ganze Ort ist eine einzige Trümmerlandschaft. Die Menschen sind teilweise wie in Trance“. Medizinisch ausgebildete katholische Ordensschwestern verarzten auf dem Gelände der ehemaligen Düngerfabrik von Hongbai Verletzte sowie Helfer. Den traumatisierten Opfern versuchen sie, zuzuhören. Aber gegen die Angst vor Nachbeben haben auch sie kein Rezept. Neben Ersthilfe und Wiederaufbau wird auch die psychologische Betreuung der Opfer einen wichtigen Teil der Hilfe von Caritas international ausmachen.
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