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Fachkräftemangel in den Kitas, DRK-Landesverband fordert zum Handeln auf.
Nachrichten - Schleswig-Holstein
Geschrieben von: Pressemeldung   
Montag, 21. Dezember 2009 um 10:38
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(Pressemeldung des DRK Landesverband Schleswig-Holstein e.V.)

Kiel, 21.12.2009

Hoher Krankenstand, fehlende Vertretungsregelungen, hohe Stressbelastung und kaum vergütete Vor- und Nachbereitungszeiten für die Fachkräfte kennzeichnen nach Auffassung des DRK-Landesverbandes die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielen Kitas. Zudem wird zusehens ein Fachkräftemangel spürbar. „Die Aufgaben und Anforderungen sind unter diesen Rahmenbedingungen kaum zu bewältigen“, meint Kinder- und Jugendhilfereferentin Andrea Strämke.

Es geht um die Zukunft der Kinder. Für sie ist die Zeit vor dem Schuleintritt die prägendste. Deshalb muss hier eine besonders intensive und hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung erfolgen.

Bildungsleitlinien sollen umgesetzt, Entwicklungsberichte geschrieben, Eltern begleitet, Inklusion verwirklicht und viele andere Standards erfüllt werden. Das ist nur mit einer günstigeren Personal-Kind-Relation zu schaffen. Ideal wäre ein Personalschlüssel von 1:8.

Investiert werden muss zudem in einen verbesserten Arbeits- und Gesundheitsschutz und in die Aus- und Fortbildung der Fachleute in den Kindertagesstätten, die künftig auch besser bezahlt werden sollten. "Die Rahmenbedingungen müssen künftig so sein, dass mehr junge Menschen in die Erzieher-Ausbildung einsteigen und man in diesem Beruf auch gesund alt werden kann" ist Andrea Strämke überzeugt. Insgesamt fordert der DRK-Landesverband bessere Rahmenbedingungen und qualitativ hochwertige Standards für die Kitas. Die Träger allein können das nicht schaffen.

Verbesserungen gibt es nicht zum Nulltarif. Vielmehr müssen die finanziellen Voraussetzungen gemeinsam von allen Beteiligten geschaffen werden. Die Politik ist gefordert, an umsetzungsorientierten realistischen Lösungen mitzuarbeiten und dafür die finanziellen Ressourcen bereit zu stellen. Mittel für ein Betreuungsgeldes, so schlägt der Landsverband vor, sollten besser in die institutionalisierte Förderung investiert werden.


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