Berlin. Trotz Eiseskälte von minus zehn Grad schaltet die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zig Haushalten in Berlin-Zehlendorf die Heizung und das warme Wasser ab. Bei gemessenen Innentemperaturen von zum Teil unter neun Grad Celsius müssen Menschen frieren. Die Arbeiten sollen bis in den Januar 2011 immer wieder zu Unterbrechungen der Heizungs- und Warmwasserversorgung führen.
Bereits im August 2010 hat die BIMA per Hausaushang in den Häusern um die Sundgauer Straße / Mühlenstraße auf bevorstehende Arbeiten an der Heizungs- und Warmwasseranlage hingewiesen, die allerdings bereits Anfang Oktober beginnen sollten. Durch den Einsatz moderner Technik wolle man die Kosten der Mieter für die Warmwasseraufbereitung um 20-30% senken, heißt es in dem Schreiben.
Statt Anfang Oktober teilt ein neuer Aushang erst Ende November mit, man müsse am 29.11.2010 in der Zeit von 7:00 bis 18:00 Uhr wegen Umschlussarbeiten an der Heizzentrale Warmwasser und abstellen. Zwar sei man sehr unglücklich über die Umstellung während der Heizperiode, beteuert Frau Wolf (BIMA), hätte dieses allerdings nicht zu vertreten, da man diese Maßnahmen bereits im Jahr 2009 in Auftrag gegeben hätte. Aus nicht näher genannten Gründen müsse diese Maßnahme aber unbedingt noch in diesem Jahr begonnen und Anfang 2011 abgeschlossen werden. Zwischen Weihnachten und Neujahr allerdings würden die Arbeiten unterbrochen, damit die Feiertage nicht negativ beeinflusst werden.
Am 30. November informiert der nächste Aushang über eine erneute Abschaltung von Heizung und Warmwasser am 1. Dezember. Trotz Nachttemperaturen von minus 15 Grad und angesagten Tageshöchsttemperaturen von minus zehn Grad wurden die angekündigten Maßnahmen durchgeführt. Hunderte Mieter mussten bei eisiger Kälte in ihren Wohnungen ausharren und darauf warten, dass ihre Wohnungen, deren Raumtemperatur zum Teil auf unter neun Grad Celsius abgesunken war, langsam wieder erwärmt wurden. Gegen 13:30 konnte man das Wasser in den Heizkörpern gluckern hören. Die Vorfreude dauerte nicht lange, bald waren die Heizkörper wieder kalt. Die langersehnte Wärme kam erst knapp zwei Stunden später.
Anfragen bezüglich der Notwenigkeit der Arbeit trotz eisiger Kälte und nach dem Verantwortlichen für die Verschiebung in die Heizperiode, an die ausführende Firma, Karl Kloas GmbH & Co KG, blieben genauso unbeantwortet wie eine entsprechende Anfrage bei der BIMA. Auch ob und in welcher Form eine Entschädigung der Mieter stattfinden soll, lässt die BIMA offen.
  nhd
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