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Wasserwacht: Wettbewerb im Vuvuzela-Fieber
Nachrichten - Nordrhein-Westfalen
Geschrieben von: Pressemeldung   
Montag, 07. Juni 2010 um 10:47
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(Pressemeldung des DRK Landesverband Nordrhein e.V.)

Düsseldorf/Euslirchen, 7.6.2010. Die nahende Fußball-Weltmeisterschaft drückte dem Rettungsschwimmwettbewerb der Wasserwacht und des Jugendrotkreuzes unmissverständlich ihren Stempel auf: Im Schwimmbad der Burg Vogelsang in der Eifel regierten die Vuvuzelas. So konnte es passieren, dass diesmal bei heftiger Tröten-Lautstärke den Schlachtenbummlern eher die Puste ausging als den Mannschaften. Aber die Blasinstrumente hatten auch ihr Gutes: Sie zauberten den Sound von Südafrika in die Veranstaltung, die unter (fast südafrikanischem) Sonnenhimmel von Anfang bis zum Schluss ein Gute-Laune-Tag auf dem riesigen Burggelände hoch über Urfttalsperre und Rursee wurde.

Im Licht der untergehenden Sonne überreichte Landrat Günter Rosenke die drei Siegerpokale. Sie blieben allesamt in „seinem“ Kreis Euskirchen, denn die jungen Teams aus Dahlem behaupteten sich souverän vor der Konkurrenz. Rosenke, der auch Schirmherr des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen ist, sollte also recht behalten, als er vor der Siegerehrung sagte: „Ich hoffe, dass sich auch diesmal bewahrheitet, dass Dahlem, die kleinste und südlichste Gemeinde von Nordrhein-Westfalen, die schnellsten Rettungsschwimmer im ganzen Land hat.“

Noten für Schwimmen, Erste Hilfe und Kreativität

So ist es. Seit 35 Jahren beweisen die Dahlemer immer aufs Neue, welches Potenzial in der konsequenten Nachwuchsförderung eines Rotkreuz-Ortsvereins steckt. Diesmal wurde es besonders deutlich, denn der DRK-Landeswettbewerb Rettungsschwimmen konzentrierte sich erstmals auf die Jugendmannschaften im Alter von 8 bis 18 Jahren. Außer den drei Siegerplätzen erreichte der Dahlemer Rettungsschwimmer-Nachwuchs noch einen zweiten und zwei dritte Plätze.

Besonders nah kam das Team aus Rheinberg (KV Niederrhein) in der Stufe der Jüngsten heran: ein stolzer zweiter Platz für die Acht- bis Zehnjährigen! Landes-Vizemeister in der mittleren Altersgruppe wurde die erste Mannschaft der Wasserwacht Mönchengladbach. In der höchsten Jugendklasse wiederum erreichte Dahlem (KV Euskirchen) mit über 9000 Punkten die mit Abstand höchste Punktzahl des gesamten Wettbewerbs. Die stellvertretenden Landesleiter Laura Gregori (JRK) und Ralf Schröder (Wasserwacht) gratulierten allen 13 Junior-Mannschaften aus dem Landesverband Nordrhein.

Der bestand übrigens nicht nur Disziplinen im Wasser wie Kleiderschwimmen, Tauchen, Staffeln mit Baywatch-Boje und Rettungsring, sondern auch aus Erste-Hilfe-Aufgaben an Land und musisch-kreativen Herausforderungen zum Thema „Wald, Wasser, Wildnis“. Dabei ging es ebenso um Geschicklichkeitsspiele im Wald wie auch um den Bau kleiner Eifeler Landschaften. „Der Rescue Cup von Wasserwacht und JRK ist stets ein ganz besonderer Triathlon für Kopf und Körper, Kreativität und Teamgeist“, erklärte Dieter Schneider-Bichel, Landesleiter der DRK-Wasserwacht.
Alle unter einem Dach: Auf ein Neues!

Großes Lob spendeten Landrat Rosenke und die DRK-Wasserwacht dem Schwimmverein Vogelsang, der in Tausenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit das Bad Vogelsang restauriert hat. Ein solches Engagement in Zeiten, in denen reihenweise Bäder geschlossen werden, sei für die Entwicklung von Kindern und für den Sportunterricht an Schulen gar nicht hoch genug einzuschätzen, erklärten der Landrat und der Wasserwacht-Landesleiter unisono.

Mit einem interaktiven Spiel mit sieben Masken zu den sieben Rotkreuz-Grundsätzen zeigten Jugendrotkreuzler außerdem die bunte Vielfalt des Roten Kreuzes unter freiem Himmel. Besonderen Dank ernteten Geschäftsführer Rolf Zimmermann und seine engagierten Organisatoren aus allen Eifeler Rotkreuzgemeinschaften, allen voran die Top-Verpflegung des Teams von Angelika und Herbert Schmitz sowie die Allround-Betreuung der Bergwacht. Auch die Zusammenarbeit mit der Schminkgruppe des JRK Neuss bewährte sich: „Wir kommen sehr gern wieder, wenn die Wasserwacht ruft“, lobte Teamchefin Uschi Schneider.

In einem gemeinsamen Projekt mit dem Düsseldorfer Bildhauer Jacques Tilly unter dem Motto „Mauern einreißen“ wollen Wasserwacht und JRK im kommenden Jahr noch einen besonderen Bezug zur friedlichen Zukunft der Ex-Nazi-Ordensburg herstellen. Damit wird auch der Wunsch des Euskirchener DRK-Vorsitzenden Erwin Doppelfeld erfüllt, der am Ende eines begeisternden Tages sagte: „Ich möchte, dass Sie wiederkommen. Alle, die hier sind!“

Weitere Informationen:


Posted: 2010-06-07 11:01:00

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