(Pressemeldung des DRK Landesverband Nordrhein e.V.)
Köln, 27.6.2010. Mit dem Thema Wasserrettung und Notfallmedizin hat sich die DRK-Wasserwacht beim 3. Kölner Notfalltag am 26. Juni 2010 präsentiert. Thematisiert wurde insbesondere die problematische Nachsorge nach einem Taucherunfall in Krankenhäusern, einem wachsenden Problem in Deutschland. Dr. Stefan Schröder, Wasserwacht-Arzt aus dem DRK Nordrhein und Ärztlicher Leiter der Rettungsdienstakademie Schleswig-Holstein, stellte die Problematik dar. Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Leiter des Notfall-Instituts der Feuerwehr und Professor für Rescue Engineering der Universität Köln, bestätigte, dass die differenzierte Diagnose in kaum einer Klinik aufgrund mangelnder Erfahrung möglich sei und Taucherunfälle oft nicht von neurologischen Notfällen abgegrenzt werden könnten. Dr. Schröder: "Taucherunfälle werden häufig nicht erkannt. Notfallmedizinische Fortbildungen und Vernetzungen in diesem Sektor sind absolut notwendig."
Einig waren sich die Experten des Kölner Notfalltags, dass die Dichte von betriebsbereiten Druckkammern in Deutschland abnimmt und dadurch zusätzliche Gefahren heraufbeschworen werden. Die Zahl der nutzbaren Druckkammern in Nordrhein-Westfalen wurde mit 2-3 angegeben.
Die DRK-Wasserwacht will verstärkt auf die Problematik von "Wasserrettung und Notfallmedizin" in Deutschland aufmerksam machen. Die nächste Fortbildung für Ärzte und Rettungsdienstmitarbeiter zu diesem Thema findet am 5. Juli 2010 in Heide/Schleswig-Holstein statt. In einem in diesem Jahr neu erschienenen Buch beleuchten 30 Praktiker des Rettungsdienstes das Themenfeld und die aktuelle Forschung umfassend ("Wasserrettung und Notfallmedizin", Verlag ecomed Sicherheit). Eine Fortbildung im Bereich des DRK-LV Nordrhein ist geplant.
Posted: 2010-06-28 09:17:00Author:
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