(Pressemeldung des DRK Landesverband Nordrhein e.V.)
Duisburg, 24. 7.2010. Seit März 2010 haben sich die Hilfsorganisationen auf den Einsatz bei der Loveparade in Duisburg vorbereitet. „Wir trafen uns alle zwei Wochen und zuletzt fast täglich, um Fragen zu klären und Aufgaben zu verteilen“, erzählt Sven Pöhlsen, Kreisbereitschaftsleiter im DRK-Kreisverband Duisburg. „Deshalb fühle ich mich sicher, was den Sanitätsbereich angeht. Wir sind sehr gut vorbereitet.“ Auf den Einsatz bei der Loveparade freut sich der 31jährige, der im „richtigen“ Leben ein IT-Unternehmen leitet. „Das ist ein einmaliges Erlebnis, da will man dabei sein.“
Zusammen mit den Hilfsorganisationen Arbeiter –Samariter- Bund (ASB), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Malteser Hilfsdienst (Malteser) stellt das Deutsche Rote Kreuz die sanitätsdienstliche Betreuung sicher. Für die Sicherheit an der Strecke stehen mehr als 80 Spezialfahrzeuge der Hilfsorganisationen, über 1.200 Helferinnen und Helfer und 59 Notärzte bereit.
Das DRK stellt das größte Kontingent, nämlich 483 Sanitätskräfte und 25 Notärzte. Verteilt sind sie auf die verschiedenen Sanitätsstationen, die im und rund um das Gelände verteilt sind. Besetzt sind sie mit 25 Personen, darunter einem Arzt, 8 stationären Sanitätskräften und 16 Einsatzkräften in so genannten Erstversorgungstrupps. Sie bestehen aus einem Rettungshelfer und 3 Sanitätshelfern. Mit Trage und Rucksack ausgestattet gehen sie Streife oder werden gerufen.
Personen, die weiterbehandelt werden müssen, werden mit dem Krankentransportwagen zum so genannten Behandlungsplatz 50 gefahren, den das DRK auf dem Gelände einer Realschule betreibt. Der Behandlungsplatz ist eine Art kleines Krankenhaus, in dem rund 50 Personen pro Stunde behandelt werden können. Gleich daneben liegt der ebenfalls von DRK-Kräften betriebene Betreuungssplatz für rund 500 Menschen. Verantwortlicher DRKler für diesen Bereich ist Willi Steigenhöfer (49). „Mein Auftrag ist es, dafür zu sorgen, dass alles reibungslos läuft. Wenn die Leiter der beiden Plätze Fragen haben, Nachschub brauchen etc. Dann koordiniere ich das.“
„Ich habe extra meinen Urlaub um eine Woche verschoben, um mit dabei zu sein. Sowas gibt´s nur einmal“, sagt Achim Wurster (48), Fachdienstberater Sanitätsdienst im DRK-Kreisverband Duisburg. Bei der Loveparade wird er für die Koordination des Einsatzpersonals zuständig sein. „Ich gucke, wie viele Helfer da sind, wie sie eingesetzt werden und achte darauf, dass sie Ruhepausen einhalten.“
„Ohne Kommunikation läuft gar nichts“, sagt Bernhard Bausch. Der 56jährige Nachrichtentechniker ist für den Fernmeldedienst zuständig. „Ich koordiniere Telefon, Funk, halt alles, was mit Nachrichtenaustausch zu tun hat.“ Über Wochen wurde alles für den reibungslosen Funkverkehr vorbereitet, Relaisstationen aufgebaut. 300 Funkgeräte für DRK und Feuerwehr sind im Einsatz. Bausch und sein 15köpfiges Team sorgen dafür, dass alles störungsfrei läuft. „Über Handy läuft heute nichts, denn wenn Hundertausende Raver telefonieren, sind die Netze überlastet.“
Posted: 2010-07-24 09:41:00Author:
Mister Wong
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