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G8-Gipfel: CARE fordert stärkere Beteiligung und Mitsprache für Entwicklungsländer
Nachrichten - Pressemeldungen
Geschrieben von: Pressemeldung   
Montag, 06. Juli 2009 um 16:28
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(Pressemeldung von Care)

Bonn, 06. Juli 2009. Vor dem G8-Gipfel im italienischen L’Aquila mit den Schwerpunktthemen Neue Finanzordnung, Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit weist der Vorstandsvorsitzende von CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich, auf eine ausgeprägte Perspektivlosigkeit von über einer Milliarde Menschen weltweit hin.

Scharrenbroich verwies in einer Stellungnahme in Bonn auf aktuelle UN-Schätzungen, wonach die Zahl der Hungernden weltweit erstmals die Milliardenmarke überschritten habe. „Eine Milliarde hungernde Menschen - diese unvorstellbare Zahl sollte den Verantwortlichen für die Finanzkrise den Schlaf rauben.“ Es könne und dürfe nicht hingenommen werden, dass Kinder in einer Welt groß werden, in der sie nichts anderes kennen als Hunger.

Eine gerechtere Verteilung von Reichtum und Verantwortung sei möglich und notwendig: „ Die Regierenden wissen, was zu tun ist. Sie müssen nun auch den Mut dazu aufbringen und eine Charta für nachhaltiges, soziales ökologisches Wirtschaften auf den Weg bringen“, fordert Scharrenbroich. Die Bundeskanzlerin habe in ihrer Regierungserklärung zum G8-Gipfel richtig festgestellt, dass bestehende Probleme nicht von den Industriestaaten alleine gelöst werden können. Das Bekenntnis zur G20, also zur Einbindung von Schwellen- und Entwicklungsländern, sei zwar als richtiger Schritt zu werten, über den aber bereits viel zu lange nur geredet werde. Scharrenbroich: „Partnerschaft bedeutet mehr als nur ein paar zusätzliche Stühle am Verhandlungstisch.“ Oft werde eines vergessen: „Wir brauchen das Wissen, die Erfahrung und die Mitwirkung der Länder des Südens in allen Bereichen. Sie sind ein bedeutender Teil der Lösung. Und korruptionsfreies gutes Regierungshandeln weltweit ist eine ebenso wichtige Voraussetzung bei der Bekämpfung von Hunger und Armut. Industrienationen und Schwellenländer müssen ein deutliches Zeichen setzen, dass beide Seiten im Welthandel ökologische und soziale Mindeststandards weltweit durchsetzen wollen.“

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle zur Verfügung:

Thomas Schwarz                       
Pressesprecher                           
Tel:     0228 / 975 63 23             
Mobil:  0160 / 745 93 61             
Fax:    0228 / 975 63 53              
Mail:   schwarz[at]care.de              

Sandra Bulling
stellvertretende Pressesprecherin
Tel:     0228 / 975 63 46
Mobil:  0151 / 126 27 123
Fax:    0228 / 975 63 53
Mail:   bulling[at]care.de


CARE engagiert sich mit über 14.000 meist lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in 69 Ländern für die Überwindung von Armut, Hunger und Krankheit. CARE blickt auf 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft. Für seine sorgfältige Verwendung von Spendengeldern trägt CARE Deutschland-Luxemburg das DZI-Spendensiegel und wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit dem ersten Platz des Transparenzpreises 2008 ausgezeichnet.

 


Posted: 2009-07-06 14:15:00

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