Berlin, 9. September 2010. Ärzte ohne Grenzen fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, Kürzungsplänen für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria entgegenzutreten. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung plant, die Finanzzusagen für den Fonds in den kommenden drei Jahren von bisher 600 Millionen auf 200 Millionen Euro zu reduzieren. Merkel hat zu diesen Plänen bislang keine Stellung genommen, in der Vergangenheit aber wiederholt zugesagt, die Geberkonferenz des Globalen Fonds Anfang Oktober zu einem Erfolg zu machen - zuletzt beim G8-Gipfel im Juni. Mit einer Aktion hat Ärzte ohne Grenzen heute vor dem Kanzleramt auf die Bedeutung des Fonds für das Leben Millionen Kranker in ärmeren Ländern aufmerksam gemacht. Sie bildete den Auftakt einer Aktionswoche mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen.
(Pressemeldung von Ärzte ohne Grenzen)Posted: 1970-01-01 01:00:00
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