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Internationaler Tag der Familie: Familiengerechte Arbeitsbedingungen sind ein Standortfaktor – Diakonie Bayern nimmt Wirtschaft und Politik in die Pflicht
Nachrichten - Bayern
Geschrieben von: Pressemeldung   
Freitag, 14. Mai 2010 um 11:30
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Nürnberg, 14.05.2010 – Familien sind in unserer Gesellschaft wichtiger denn je. Doch gerade auf...

(Pressemeldung von Diakonie Bayern)

„Die Politik setzt derzeit Rahmenbedingungen, die Alleinerziehende und Paare mit Kindern zu Verlierern dieser Gesellschaft abstempeln. Diese immer größer werdenden Bevölkerungsgruppen haben am wenigsten Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und tragen das höchste Armutsrisiko“, kritisiert Markert.

 

 

Aus Sicht der bayerischen Diakonie muss die vielfach propagierte Erkenntnis, wonach familienfreundliche Konzepte ein entscheidender Schlüsselfaktor für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft sind, endlich mit tragfähigen Konzepten und mit der Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen untermauert werden. Insbesondere Unternehmen sind gefordert, die Arbeitsbedingungen familienfreundlicher zu gestalten. Davon profitieren nicht nur Mitarbeitende mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen, sondern die Unternehmen selbst. „Mitarbeitende, die sich nicht ständig einer Zerreißprobe zwischen Arbeit und Familie ausgesetzt sehen, gehen entspannter und motivierter ihrer Arbeit nach und sind produktiver. Das bestätigen Unternehmen, die familienfreundliche Konzepte realisiert haben“, erklärt Markert. Zudem werde Familienfreundlichkeit immer mehr zum Schlüsselfaktor für die Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Fachkräfte.

 

 

Auch die Politik ist weiterhin in der Pflicht, Grundlagen für eine familienfreundliche Gesellschaft zu schaffen. „Das beginnt mit der Schaffung von ausreichenden und flexiblen Betreuungsmöglichkeiten und der finanziellen Besserstellung aller Familien“, sagt der Präsident der bayerischen Diakonie. Gerade Familien mit niedrigen Einkommen würden derzeit extrem benachteiligt. „Das muss dringend geändert werden“, fordert Markert. Zudem müsse das Pflegezeitgesetz sinnvoll ausgebaut werden. Überlegungen in Richtung einer unbezahlten, zeitlich begrenzten Pflegeauszeit, wie sie Bundesfamilienministerin Christina Schröder kürzlich ins Spiel brachte, gehen aus Sicht der Diakonie Bayern an den wirklichen Bedürfnissen pflegender Angehöriger vorbei. „Bei der Suche nach konstruktiven Lösungen stehen unsere Fachleute gerne zur Verfügung“, sagt Markert.


Posted: 2010-05-14 11:28:00

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