15.09.2010 80.000 Zivildienstplätze, davon 1.000 alleine im Raum der bayerischen Diakonie – dies wäre die Folge der Aussetzung der Wehrpflicht. Darauf hat das Diakonische Werk Bayern heute hingewiesen. „Der Wandel hin zu einer personell reduzierten Berufsarmee, wie es Theodor zu Guttenberg plant, hat natürlich aus Auswirkungen auf die Dienste und Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände“, so Dr. Luwdig Markert, Präsident der bayerischen Diakonie. Es müsse darum intensiv über die „Zeit danach“ diskutiert werden.
So würde der Wegfall Tausender von Zivildienststellen nicht automatisch zu einer Einstellung diakonischer Angebote führen. „Das von Familienministerin Schröder vorgeschlagene Modell eines ‚Freiwilligen Zivildienstes“ sieht 35.000 Einsatzplätze für Menschen ab 16 Jahren vor.“ Dies wäre laut Markert eine sinnvolle Alternative. Zugleich schränkt er jedoch ein, dass dieses „Freiwillige Zivildienst“ nicht in Konkurrenz zu bereits bestehenden Freiwilligendiensten stehen dürfe. Die bisherigen Freiwilligendienste seien ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft, weil sie von den freien Trägern selbst entwickelt und angeboten würden. „Dies gilt inbesondere für das ‚Freiwillige soziale Jahr’ (FSJ), das unter anderem auch von der Diakonie angeboten wird.“ Die Vorschläge aus dem Bundesfamilienministerium bewertet Markert darum ausdrücklich als „zweite Säule von Freiwilligendiensten“. Hier gelte es eine Konkurrenzsituation zu vermeiden.
(Pressemeldung von Diakonie Bayern)
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