(Pressemeldung von Diakonie Bayern)
Es ist insbesondere die demografische Entwicklung, die den beiden Verbänden Sorgen macht. „In absehbarer Zeit werden wir kaum noch Erzieherinnen und Erzieher finden“, so der Vorsitzende des Evangelischen Erziehungsverbandes, Christian Oerthel. Ursache sei die demografische Entwicklung, aber auch die unzureichende Bezahlung, schlechte Arbeitsbedingungen und der geringe Stellenwert der sozialen Arbeit in der Gesellschaft, die sich in den schlechten Arbeitsbedingungen widerspiegele. Oerthel: „Dazu gehören vorrangig Teilzeitstellen, fehlende Aufstiegsmöglichkeiten bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die persönliche Belastbarkeit, an die Qualifikation und an die Kompetenz der Mitarbeitenden.“
Gleichzeitig, so die Verbände, werde der Bedarf nach Fachkräften zukünftig noch wachsen – etwa wegen der Schaffung von Stellen zur Sicherstellung eines angemessenen Kinderschutzes und des Ausbaus der Tagesbetreuung. „Das verschärft den Fachkraftmangel zusätzlich.“
In der „Nürnberg Erklärung“ fordern die Verbände mehr Wertschätzung für die soziale Arbeit. Darin heißt es unter anderem: „Politik und Gesellschaft müssen erkennen, dass nicht nur eine Wirtschaftskrise, sondern auch eine gesellschaftliche Krise zu bewältigen ist. Sie findet ihren Ausdruck vor allem in zunehmender Armut und steigender Gewaltbereitschaft.“ Gleichzeitig weisen sie darin auf die soziale Arbeit als unverzichtbaren und wachsenden Wirtschaftszweig hin.
Posted: 2009-05-07 09:26:00
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