(JUH) Unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff wurde heute in Hannover das Projekt Christoph Life offiziell ins Leben gerufen. Prof. Dr. med. Christian Krettek, Leiter der Traumastiftung, und Silvana Radicione, Mitglied des Vorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen, stellten das Projekt der Öffentlichkeit vor.
Christoph Life ist ein Simulator, um Rettungsteams für den Einsatz an Bord eines Rettungshubschraubers optimal auszubilden. Zur Realisierung des Projektes ist eine Summe von 1 Mio. Euro erforderlich. Das Vorhaben wird durch zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik unterstützt. Als Projektpaten waren Regionspräsident Hauke Jagau und Martin Kind, Unternehmer und Präsident von Hannover 96, sowie Klaus Meine, Leadsänger und Bandmitglied der Scorpions, bei der Konferenz auf dem Podium anwesend.
„Ich unterstütze das Projekt Christoph Life mit ganzem Herzen, weil die medizinische Luftbrücke für viele Betroffene oftmals die einzige Chance ist, zu überleben", so Klaus Meine. Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover, lobt die Initiative Christoph Life: „Aus eigener Einsatzerfahrung weiß ich, dass die Nachbesprechung besonders kritischer Situationen enorm wichtig ist. Mit dem Schulungskonzept der Traumastiftung und der Johanniter-Unfall-Hilfe können sich Pilot, Rettungsassistent und Notarzt optimal darauf vorbereiten, sekundenschnell das Richtige zu tun: Leben retten". Martin Kind ergänzt: „Wenn jeder Bewohner im Einsatzradius des Rettungshubschraubers nur einen Euro spenden würde, wäre das Projekt Christoph Life gesichert. Und dieses Geld ist gut angelegt!"
Als Paten konnten bisher weiterhin der Niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann, Comedian Oliver Pocher und Musiker Mousse T. gewonnen werden. Der Kreis der Paten wird durch Gunter Carloff, Leitender Polizeidirektor der Bundespolizei-Fliegergruppe, und Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, komplettiert.
Wenn im Notfall jede Minute zählt, sind Rettungshubschrauber wie der Christoph4 bei der Rettung und Versorgung schwer Verletzter und Erkrankter unschlagbar. Dank medizinischer und technischer Fortschritte können heute immer mehr Menschen gerettet werden. Dabei kommt dem Rettungsteam an Bord eines Hubschraubers eine besondere Bedeutung zu: Neben der kritischen Situation für das Leben des Patienten muss es seine Aufgabe auf engstem Raum und unter Flugbedingungen bei Spitzengeschwindigkeiten beherrschen.
Doch die Teams können sich nur schwer auf den Einsatz im Notfall vorbereiten: Mangelnder Platz und ein geringes zulässiges Startgewicht lassen die Ausbildung direkt an Bord nicht oder nur sehr begrenzt zu.
Aber spezifische Besonderheiten im Rettungshubschrauber, wie z.B. Vibrationen, Turbinen- und Rotorengeräusche, mehrere parallel laufende Funkkanäle, enormer Zeitdruck und der Flugbetrieb mit großen Beschleunigungen und erheblichen Geschwindigkeiten schaffen ein sehr spezielles Arbeitsumfeld, auf das die Crew im Einsatzfall gut und sicher vorbereitet sein muss, um schnell und zuverlässig Leben zu retten.
Mit dem Projekt Christoph Life soll ein praxisnaher Ausbildungsplatz für Besatzungen von Rettungshubschraubern geschaffen werden: ein komplexes Simulationssystem, um Ärzte, Rettungsassistenten und Piloten optimal auf den Ernstfall vorzubereiten. Es ist geplant, die Original-Hubschrauberkabine mit den hochsensiblen, lebensechten Übungspuppen in der Johanniter-Schule Hannover zu stationieren. Um zusätzliche Synergien zu nutzen, soll Christoph Life dort in den bereits bestehenden Trainingsparcours für die Rettungsdienstausbildung integriert werden, inklusive einer Kameraausstattung mit Direktschaltung in angrenzende Lehrsäle.
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