(UNICEF). Deutschlands erste „Straße der Kinderrechte“ wurde am Donnerstag anlässlich des Weltkindertages am Samstag im niedersächsischen Mellendorf (Gemeinde Wedemark) eröffnet.
Das Großprojekt, an dem über 2.000 Schülerinnen und Schüler mitarbeiten, ist eine von über 50 Veranstaltungen und Aktionen, die die bundesweit 130 UNICEF-Gruppen rund um den Weltkindertag am 20. September organisieren. Unter dem Motto „Gemeinsam für Kinder“ machen sie so auf die international vereinbarten Kinderrechte aufmerksam.
Für die „Straße der Kinderrechte“ engagieren sich die Mellendorfer Schülerinnen und Schüler bereits seit mehreren Monaten. Insgesamt acht Straßenschilder - vom Schulzentrum bis zur Jugendhalle - erhielten jetzt den Namenszusatz "Straße der Kinderrechte". Bei der feierlichen Taufe wurden fünf Kunstwerke enthüllt, die von 50 Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit erwachsenen Künstlern aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt wurden. Die zum Teil meterhohen Werke symbolisieren verschiedene Kinderrechte und zeigen Szenen aus dem Kinderalltag. „Nicht nur in den ärmeren Ländern, auch in Deutschland haben die Kinderrechte Bedeutung. Gleiche Chancen auch für Kinder aus sozial benachteiligten Familien dürfen nicht nur am Weltkindertag ein Thema sein“, erklärte Christiane Freude, Leiterin der UNICEF-Arbeitsgruppe Südheide. Initiiert wurde das Projekt von der UNICEF-Arbeitsgruppe Südheide, der örtlichen Jugendpflege, der Jugendkunstschule und der Volksbank.
Viele weitere Aktionen folgen am Samstag im ganzen Bundesgebiet. So ruft die UNICEF-Gruppe in Karlsruhe zu einer Kinderrechtswahl auf und hisst die UNICEF-Flagge vor dem Rathaus. In Leverkusen steigt der traditionelle LevChildren’s Day, den die 14-Jährige UNICEF-JuniorBotschafterin Nana Yaa Nyantakyi vor vier Jahren ins Leben rief. In Ravensburg sammeln sich Kinder zu einem Sternmarsch für Kinderrechte. Und in Langenhagen bei Hannover starten rund 2.000 Teilnehmer beim 11. Schülerlauf für UNICEF. Höhepunkte sind zuletzt die großen Weltkindertagsfeste am Sonntag, 21. September, in Berlin und Köln, zu denen mehrere tausend Besucher erwartet werden.
1954 beauftragten die Vereinten Nationen UNICEF erstmals mit der Ausrichtung eines Weltkindertages. Neben dem Einsatz für Kinderrechte und Freundschaft unter den nachwachsenden Generationen sollten sich die Regierungen einmal im Jahr öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen zu unterstützen. Die Kinderrechte sind in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes festgelegt. Sie wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 20. November 1989 verabschiedet und unterstreicht das Recht auf Überleben und persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt und auch das Recht auf Beteiligung.
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