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Dramatische Unfallszenen auf dem Landeswettbewerb des DRK und des Jugendrotkreuzes in Wesel
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Nachrichten - Nordrhein-Westfalen
Geschrieben von: Pressemeldung   
Donnerstag, 01. Juli 2010 um 09:47
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(Pressemeldung des DRK Landesverband Nordrhein e.V.)

Düsseldorf/Wesel, 1.7.2010. Blutende Wunden, verletzte Menschen – am Samstag, 3.7.2010, wird es in der Weseler Innenstadt recht dramatisch zugehen, wenn rund 170 Rotkreuzler aus ganz Nordrhein zwischen 9 und 18 Uhr in realistisch nachgestellten Szenen ihre Fähigkeiten in Erster Hilfe und anderen Aufgaben messen.

Grund für das Großaufgebot an ehrenamtlichen Rotkreuzhelfern ist der diesjährige Landeswettbewerb des DRK und des Jugendrotkreuzes, den der DRK-Landesverband Nordrhein ausrichtet. „Wir testen die Leistung der Rotkreuzhelfer, denn im Ernstfall müssen sie schnell und kompetent helfen können. Und das muss immer wieder geübt und überprüft werden“, erklärt Sabine Hilcker, stellvertretende Landesbereitschaftsleiterin und ehrenamtliche Koordinatorin des Landeswettbewerbes.

17 DRK- und 6 JRK-Gruppen aus ganz Nordrhein haben sich zum Landeswettbewerb angemeldet. Zudem werden 130 Kräfte im Einsatz sein, die dafür sorgen, dass alles wie am Schnürchen läuft. Dazu gehören 70 Schiedsrichter, meist Ausbilder in Sachen Erste Hilfe oder Rettungssanitäter, sowie 50 erfahrene Verletztendarsteller. Mit dabei sein werden auch Feuerwehr und THW – denn alles soll so realitätsnah wie möglich ablaufen.

Damit alle genau wissen, was sie zu tun haben, hat Oberschiedsrichter Martin Scherhag, Kreisbereitschaftsleiter aus Grevenbroich, ein 80-seitiges Skript verfasst. Darin werden nicht nur alle Aufgaben und Wertungskriterien für die Schiedsrichter aufgeführt, sondern auch umfangreiche Regieanweisungen für die Verletzten-Mimen beschrieben. „Jeder Darsteller bekommt eine klare Rolle zugewiesen, die er zu spielen hat“, so Scherhag, „mit detaillierten Anweisungen für das realitätsnahe Schminken der Wunden.“ Selbst die Requisiten werden bis ins Kleinste aufgelistet. Neben Fahrzeugen, Kleidung und vielem mehr, findet sich darunter auch ein Brautkleid. Was es damit auf sich hat, möchte Scherhag aber nicht preisgeben. „Sonst geht ja der Überraschungseffekt verloren.“

Der Wettbewerbsparcour führt durch die gesamte Weseler Innenstadt. An verschiedenen Stationen werden Unfallszenarien aus der Arbeitwelt oder dem Straßenverkehr gezeigt, aber auch Aufgaben aus den Fachdiensten „Betreuung“ sowie „Technik und Sicherheit“. Während die DRK-Gruppen zusätzlich Fragen aus der Helfergrundausbildung beantworten müssen, stellen die JRK-Gruppen ihr Wissen in den Bereichen „Rotes Kreuz“, „Soziales“ und Teamgeist und Geschick in „Sport und Spiel“ unter Beweis. Zusätzlich zeigen sie eine Vorstellung unter dem Thema „Musisch Kulturelles“. „Zuschauer sind herzlich willkommen“, so Wettbewerbskoordinatorin Hilcker. „Sie werden sehen, worauf sie sich im Notfall verlassen können.“ Am Berliner Tor wird zudem der Blutspendedienst mit seinem vollklimatisierten Bus samt integrierten Spenderplätzen vor Ort sein. „Hier können alle, die schon immer einmal (wieder) Blut spenden wollten, dies auch tun.“.

Wenn gegen 18 Uhr alle Wettbewerbsgruppen die letzte Station durchlaufen haben, beginnt die Auswertung der Ergebnisse. Um 20 Uhr werden die Sieger in der Mensa der Gemeinschaftshauptschule Martini (Pastor van der Giet Str. 1, 47483 Wesel) geehrt. Für Stimmung auf der anschließenden Abendveranstaltung sorgen die Cheerleader „Sunshine Girls“ aus Mönchengladbach und das Musiker-Duo „take Two“ aus Kamp-Lintfort. Rund 350 Gäste werden auf der Abschlussfeier erwartet.

Pressetermin
Um 11 Uhr wird es im Ratssaal des Rathauses Wesel (Klever-Tor-Platz 1, 46483 Wesel), einen Gästeempfang geben, bei dem die Organisatoren Einblick in die Arbeit der Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes geben. Anwesend sein werden unter anderem der stellvertretende Bürgermeister Herr Haubitz, sowie Vertreter der Stadt, aller Parteien und des DRK. Daran schließt sich ein gemeinsamer Rundgang durch die interessantesten Stationen des Wettbewerbs an.

Die Medien sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Nähere Informationen erhalten Sie bei Anja Martin, Mobil 0172 20 69 600, oder während der Veranstaltung bei Sabine Hilcker unter 0177 380 7932.

Weitere Informationen zum Landeswettbewerb.

 

Teilnehmergruppen, Schiedsrichter und Helfer

Teilnehmen werden 17 Gruppen der DRK-Bereitschaften aus

  • Aachen-Stadt
  • Bonn
  • Düren (zwei Gruppen)
  • Euskirchen
  • Grevenbroich
  • Jülich
  • Köln
  • Leverkusen
  • Mettmann (zwei Gruppen)
  • Mönchengladbach
  • Neuss
  • Niederrhein (zwei Gruppen)
  • Oberbergischer Kreis
  • Solingen

Mit dabei sind auch 6 Gruppen des Jugendrotkreuzes (Stufe III, 17-25 Jahre) aus

  • Dinslaken 
  • Grevenbroich
  • Krefeld  (zwei Gruppen, darunter auch der Vorjahressieger „Wilde Bienen“)
  • Niederrhein
  • Rhein Sieg-Kreis

Die Verletztendarsteller kommen aus den Kreisverbänden

  • Düsseldorf
  • Grevenbroich
  • Heinsberg
  • Leverkusen
  • Mönchengladbach
  • Neuss
  • Rhein-Sieg
  • Wuppertal

Die Schiedsrichter kommen aus:

  • Aachen-Stadt
  • Bonn
  • Düsseldorf
  • Düren
  • Grevenbroich
  • Heinsberg
  • Köln
  • Kleve-Geldern
  • Krefeld
  • Leverkusen
  • Mettmann
  • Mönchengladbach
  • Mülheim/ Ruhr
  • Neuss
  • Niederrhein
  • Oberbergischer Kreis
  • Rhein-Erft
  • Rhein-Sieg
  • Solingen

Ein Schiedsrichter kommt von der DRK Flugdienst GmbH, der Schiedsrichter mit der weitesten Anreise kommt aus der Nähe von Ulm. Zwei Notärzte komplettieren das Schiedsrichterteam.

Für Aufbau der Stationen, Betreuung, Technik und Information, Verpflegung und vieles mehr sind rund 80 Helfer im Einsatz. Die meisten kommen aus dem Kreisverband Niederrhein. Unterstützt werden Sie von benachbarten Kreisverbänden sowie der Landesvorhaltung im DRK-Landesverband Nordrhein.

Das Wetter
Die Wetterprognosen für Samstag lauten auf Hitze, Schwüle und Gewitter. Genau diese Mischung bereitet Oberschiedsrichter Scherhag Sorgen: „Mimen und Schiedsrichter, die lange in der Sonne stehen und Gruppen, die bei heißen Temperaturen arbeiten müssen - das wird sehr anstrengend werden.“ Doch auch darauf hat sich das DRK vorbereitet: Für den Schutz der Teilnehmenden hält der Kreisverband Niederrhein einen zusätzlichen Rettungswagen bereit.


Posted: 2010-06-30 16:13:00

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