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Alarm für den Wasserrettungszug Nord - 50 Wasserwacht-Einsatzkräfte vom Rhein rückten zum Hochwasser in Westfalen aus
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Nachrichten - Nordrhein-Westfalen
Geschrieben von: Pressemeldung   
Dienstag, 31. August 2010 um 07:44
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(Pressemeldung des DRK Landesverband Nordrhein e.V.)

Düsseldorf, 30.8.2010. Beim Hochwasser in Westfalen kam am Wochenende auch der Wasserrettungszug Nord der DRK-Wasserwacht Nordrhein zum Einsatz. Einer Alarmierung durch den Regierungspräsidenten in Münster am Samstag, 28. August, folgte eine schnelle Zusammenstellung der Einsatzmodule, unter anderem Boots- und Tauchtrupps, entlang der Rheinschiene. 50 Einsatzkräfte der Wasserwacht trafen am Nachmittag mit Helfern mehrerer Hilfsorganisationen in Gronau zusammen.

Dort war die Vechte, an und für sich ein schmaler Fluss, durch die Wolkenbrüche in den Tagen zuvor bedrohlich angeschwollen. Im potenziellen Einsatzgebiet war u.a. Vorsorge für ein Krankenhaus zu tragen. Die DRK-Wasserwacht Nordrhein wurde zusammen mit der DLRG Nordrhein alarmiert, um Wasserrettungszüge der DLRG Westfalen abzulösen.

Der Technische Leiter (TL) Klaus Püttmann und Bezirks-TL Frank Kluge verschafften sich ein Bild der Lage vor Ort. Es kam zu kleineren Hilfsaktionen. Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass weitergehende Befürchtungen der Einsatzleitung des Katastrophenschutzes nicht mehr eintreffen würden und dass der Wasserspiegel langsam sank.

Die Mannschaften des Wasserrettungszuges Nord waren um Trupps des Wasserrettungszuges Süd verstärkt worden. Die 50 Einsatzkräfte, die von den Kreisverbänden Niederrhein bis Rhein-Sieg kamen, arbeiteten aufgrund der einheitlichen modularen Strukturen reibungslos zusammen. Die Nacht verbrachten sie im Bereitstellungsraum in Gronau. Sonntagfrüh um 3.45 Uhr wurde der Einsatz offiziell beendet. Um 6 Uhr waren die meisten wieder zu Hause.

„Hut ab, die Alarmierung hat gut geklappt. Mit 50 Mann waren wir sogar über dem Soll von 44 Einsatzkräften besetzt“, urteilt TL Püttmann. Aufgrund der Unwägbarkeiten der Flutfolgen hätte sich durchaus ein größerer Einsatz entwickeln können; dazu kam es zum Glück am Wochenende nicht mehr. „Die Zusammenarbeit mit DLRG und DRK in Westfalen war gut.“ Püttmann bedankt sich vor allem für die gute Betreuung der Wasserwacht durch die Einheiten des DRK-LV Westfalen-Lippe.

Der Alarmeinsatz am Wochenende stellte eine besondere Herausforderung für die Wasserwacht in Nordrhein dar. Zum einen waren zeitgleich mehrere Wasserrettungsdienste zu besetzen, zum anderen liefen das Junior-Retter-Camp in Düsseldorf und der stets große Einsatz beim Schützenfest in Neuss.

Dass die Wasserrettungseinheiten des DRK zunehmend im Katastrophenschutz gebraucht werden, belegte kurz zuvor auch eine Alarmierung für einen Luftrettereinsatz mit Helicoptern der Bundespolizei vom Standort NRW beim Hochwasser in Brandenburg.


Posted: 2010-08-31 07:54:00

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