Luxemburg, 31. Juli 2008 (Care). "Trotz aller anfänglichen bürokratischen Blockaden können wir drei Monate nach Wirbelsturm Nargis in Myanmar auf eine erfolgreiche Nothilfeoperation zurückblicken", erklärt Dr. Wolfgang Jamann, Schatzmeister von CARE in Luxemburg a.s.b.l..
Jamann ist am Samstag aus dem Irrawaddy-Delta von Myanmar zurückgekehrt. "Seit Mai sind fast alle politischen Einschränkungen aufgehoben, CARE kann auf breiter Front im Projektgebiet agieren", so Jamann weiter. Das sei vor allem auch auf den Besuch des UNO-Generalsekretärs Ban Ki Moon zurückzuführen. "Die Hilfe kommt an", berichtet Jamann. "So konnte CARE bis heute mehr als 225.000 Menschen helfen, mit Lebensmitteln, Unterkunft, frischem Trinkwasser und Baumaterial." Damit sei das Ziel, mit der Nothilfe 250.000 Menschen zu unterstützen, fast erreicht.
Die Nothilfe sei laut Jamann ein "logistisches Meisterstück der lokalen CARE-Mitarbeiter". Vergleichbar sei die Katastrophe mit dem Tsunami im Jahr 2004. Doch obwohl fast alle Menschen im CARE-Projektgebiet mit dem Nötigsten versorgt seien, werde Nahrungsmittelhilfe noch mindestens bis April 2009 notwendig sein. "Die nächste Ernte kommt erst im November, und sie wird sicher nicht für alle ausreichen", prognostiziert Jamann. CARE hat Saatgut sowie Motorpflüge und Diesel verteilt, um den Verlust der ertrunkenen Wasserbüffel auszugleichen. Die Koordination für den Wiederaufbau läuft auf Hochtouren: "Dabei sind Katastrophenschutz, aber auch die Verbesserung der Lebensbedingungen mit Spargruppen, Schulen und Gemeindehäusern die wichtigsten Punkte", so Jamann.
Robert Schadeck, Präsident von CARE in Luxemburg a.s.b.l., erläutert: "Die schnelle Reaktion der Luxemburger Spender und der Luxemburgischen Regierung ermöglichten es den CARE-Mitarbeitern, im stark betroffenen Irrawaddy Delta über 3.000 Familien direkt nach der Katastrophe mit so
genannten Family-Kits zu versorgen." Diese Pakete beinhalteten all das, was Familien in Myanmar nach dem Wirbelsturm so dringend brauchten: Kinderkleidung, Sarongs, Unterwäsche, Moskitonetze, Plastikplanen, Decken, Koch- und Essgeschirr, Gasfeuerzeuge, Zahnbürsten, Zahnpasta und einem
Eimer. "Für diese großzügige Hilfe und das enorme Vertrauen, das CARE in Luxemburg nach dieser schrecklichen Katastrophe erfahren hat, gebührt den Luxemburgern ein großer Dank", so Schadeck.
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