Katastrophen-Einsatz in Myanmar wird zum Wettlauf mit der Zeit Mindestens 40.000 Menschen noch immer vermisst Deutsche World Vision-Mitarbeiterin ist unterwegs ins Krisengebiet
Friedrichsdorf/Rangun, 7. Mai 2008. Im Katastrophengebiet in Myanmar wird es immer dringlicher, die Zyklon-Opfer in den schwer zugänglichen Regionen zu erreichen. 40.000 bis 60.000 Menschen werden immer noch vermisst. „Wir hoffen auf mehr internationale Hilfe, und das möglichst schnell", sagt der lokale World Vision-Mitarbeiter Dr. Kyi Minn. Er befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer nochmals erheblich ansteigen wird. Zudem sieht der Mediziner die Gefahr von Krankheiten und Seuchen: „Es gibt wenig Trinkwasser. Wenn die Menschen aus Verzweiflung schmutziges Wasser trinken, drohen Durchfallerkrankungen. Schließlich könnten sich so auch Seuchen ausbreiten."
Die Menschen, die nach dem Tropensturm obdachlos sind, benötigen am dringendsten Trinkwasser sowie Kleidung, Zelte, Decken und Kerzen. Die Männer, Frauen und Kinder haben teilweise seit Tagen kaum etwas zu essen bekommen. „Wir sorgen uns vor allem um die Kinder. Sie sind in dieser Situation besonders anfällig für Krankheiten", sagt Dr. Kyi Minn. „Bei soviel Wasser überall müssen wir auch damit rechnen, dass Krankheiten durch Moskitos übertragen werden."
In der Millionenstadt Rangun scheint sich die Lage etwas beruhigt zu haben. „Die meisten Straßen sind von umgestürzten Bäumen befreit", beschreibt Dr. Kyi Minn. „Einige Geschäfte haben sogar wieder geöffnet, so dass die Menschen das Nötigste kaufen können." Es gebe nach wie vor keinen Strom. Und Trinkwasser sei knapp.
(PM: World Vision Deutschland)
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